Ratgeber: Fahrräder für Senioren

E-Bikes

Die demografische Skala von Deutschland zeigt, dass die Seniorenanzahl wächst. Dank des Fortschritts im Gesundheitswesen sind Rentner zudem wesentlich fitter unterwegs als früher. Viele Senioren genießen Ihre Freizeit im Alter und sind unterwegs. Fahrradhersteller haben dies als einen lukrativen Markt entdeckt und bieten viele speziell auf Senioren abgestimmte Fahrräder an.

Seniorenfreundliche Fahrräder mit Elektromotor

Am besten ist für Senioren ein Elektrofahrrad geeignet. Falls die Kraft in den Beinen nachlässt, kann der Motor einfach einspringen. Dadurch wird eine Überanstrengung beim Radeln vermieden. Einige der so genannten Pedelecs können mittlerweile schon bis zu 45 Stundenkilometer erreichen. Aufgrund der im Alter abnehmenden Reaktionsschnelligkeit sollten Senioren aber ein langsameres Fahrrad wählen. Elektrofahrräder gibt es auch mit einigen seniorenfreundlichen Extras wie beispielsweise eine Sitzlehne.

Elektrofahrräder im Vergleich

Stiftung Warentest hat im Juli 2011 Fahrräder mit elektrischer Motorunterstützung überprüft und kam zu keinem guten Ergebnis. Viele E-Bikes hatten zu schwache Bremsen und bei einem Bike brach sogar der Rahmen. Der Knackpunkt bei elektrischen Fahrrädern ist, dass sie wesentlich mehr Gewicht tragen müssen und einer höheren Durchschnittsgeschwindigkeit ausgesetzt sind. Deshalb müssen sie wesentlich stabiler gebaut sein als konventionelle Fahrräder. Allerdings sollen die meisten E-Bikes auch nur im flachen Land eingesetzt werden, die Tests erfolgten aber auch im Gelände. Wer Elektrofahrräder im Preisvergleich sieht, sollte deshalb auch immer auf deren Qualität achten. Wer ein hochwertiges Elektrofahrrad will, muss etwas mehr Geld einplanen, als für ein „normales“ Fahrrad. Dann erhalten Sie Elektrofahrräder mit angenehmen Fahreigenschaften, einer sicheren Bremsung und einer stabilen Bauweise. Doch auch bei hochwertigen Fahrrädern ist das Tragen einer geeigneten Schutzausrüstung wie Helm und Protektoren sehr zu empfehlen. Einige elektrische Fahrräder können nämlich eine Geschwindigkeit von bis zu 45 Stundenkilometer erreichen. Experten warnen, dass Pedelecs das Unfallrisiko drastisch erhöhen.

Warnung vor zu schnellen Elektrofahrrädern

Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) warnt vor zu schnellen Elektrofahrrädern. Es sind bereits Pedelecs im Handel, die mit mehr als 40 Stundenkilometer über die Straßen Deutschlands rasen. Der UDV hat mehrere Crashtests durchgeführt, die ein alarmierendes Ergebnis brachten. Laut der Unfallforscher sollen Pedelecs besonders für den Fahrer selbst ein hohes Risiko im Straßenverkehr darstellen. Der Verband fordert deshalb für Elektrofahrräder, die eine Geschwindigkeit von mehr als 30 Stundenkilometer auf den Tacho bringen, eine Helmflicht sowie die Schaffung einer neuen Kraftfahrzeugklasse. Wenn es nach der UDV geht, soll bald eine Führerscheinpflicht für schnelle Pedelecs eingeführt werden.

Bild: Chrischerf cc-by-sa 3.0